THRONEHAMMER - Kassel


Konzert vom 07.10.2026
Support: TÖNDA 

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THRONEHAMMER
TÖNDA

Pünktlich im Ambiente, schnell ein Getränk besorgt, geht es auch schon los. Zur Europe Tour 2026 geben sich THRONEHAMMER in der Goldgrube die Ehre. Für unverbesserliche Doomlunatic Pflicht, die Band erneut mitzunehmen. Als Support für the mighty THRONEHAMMER tritt als Supportact eine in unseren Breitengraden bis dato noch unbekannte Combo auf... - TÖNDA kommen aus Eisenach (Thüringen) und spielen kompakt fundierten Stoner-Sludge-Doom. Etwa 80 Leute sind anwesend, daran wird umso mehr ersichtlich, dass Doom eine Nischen-Stilrichtung bleibt, die ihre treuen Fans habend, keinen Kommerz braucht.

TÖNDA
Irgendwo aus einer Suppe zwischen EYE HATE GOD, KYUSS, RED FANG und UNIDA brauen TÖNDA ihr heftig brodelndes Gebräu schwerer Gitarrenriffs, fließender Tempoattacken, schleppend stoisch auf den Punkt gebrachter Heavyness mit heißer verzerrten Growls n' Screams. Der TÖNDA-Sänger lebt in seiner völlig eigenen Welt, nimmt zwischendurch bedarfes halber einen Schluck Bier macht die vorderste Frontreihe mit handlich kleinem Verzerrergerät auf und Abschreitend zur Bühne, wobei der abgründig zornerfüllte Shouts en Masse von sich gebende Noise-Gesang sein übriges tut. Desöfteren richtet er den Blick von dort auf die Hauptbühne zu seinen Hinterleuten. Im späteren Teil vom Set wirft er sich noch vor seinen Leadgitarrist, nimmt ein Tütchen in die Hand, einen Zug vom Joint, hält es demonstrativ nach oben, während sein Bandkollege eifrig Leadsolo spielt.

Ob man das unbedingt erforderlich sein muss oder nicht - daran scheiden sich die Geister. Insgesamt erzeugen TÖNDA wummernd beissende sowie düster melancholic Atmosphäre bestehend aus Psychedelischem Vibe, derbem Sludgesound und gefühlvoller Melodie, überzeugen das aufmerksam wie gebannt lauschend im Saal bleibende Publikum, obgleich deren Sänger von Anfang bis zum Schluß eine in der Form noch nicht dagewesene Nummer in der Grube abliefert. Wen stört's? Keinen.

THRONEHAMMER
nach gar nicht allzu langer Umbaupause entern vier Schwaben mit englischem Sänger die Bretter. Nach packenden Auftritten beim Hammer of Doom und 2023 (zusammen mit FIRMAMENT und ACID BLADE) in der Goldgrube kehren THRONEHAMMER zurück nach Kassel um der dortigen Metallerschaft abermals zu zeigen, was ein tonnenschweres Doompfund ist. Überzeugend auf ganzer Linie, sicher eingespielt harmoniert alles bei den Süddeutschen mit englischer Sängerin das Gitarrenduo Daniel Ringl/Tobias Utz lässt schwer rollende Riffs vom Stapel, die Rhythmussektion legt ihr sicheres Fundament, Kat Shevil Gillham in vorderster Front auf der Bühne ist nicht nur mit gewaltiger Löwenmähne ein Blickfang.

Sieben Songs neue und Klassiker werden dem treuen Publikum verabreicht. 'Slay, Kill, Erase“ der Titelsong vom kurz vor Veröffentlichung stehenden Album  steigt gleich mit voller Wucht, raumgreifender Epik, voluminöser Melodieführung ein, der Gesang von Kat Shevil Gillham flexibler denn je zwischen Klarton bis heißeren Growls pendelnd, nimmt das Publikum einschießlich sympathischem Auftretens gefangen. Weitere Thronhämmer „To Never Return“, „Rise of Resistance' und „Dethroned“ vom neuen Album ergänzen sich prächtig zu ebenso dankbar von der leidenschaftlich mitgehenden Fanschaar angenommenen älteren Bandklassikern wie „Kingslayer“ „A Fading King“ und „Thronehammer“.

Kat 'Shevil' Gillham lässt verlauten, deren Eltern seien aus Frankfurt. „A Fading King“ ist dem kürzlich verstorbenen VENOM-Bassisten Cronos (R.I.P.) gewidmet. Arschtight mit Präzision eines hervorragend geölten Schweizer Uhrwerks rumpeln sich THRONEHAMMER durch ihren Set; schwarz metallisch zeitweise auch Deathlastiger Atmosphären Epic Doom kommt bestens in der Goldgrube an. „A Fading King“ ist dem kürzlich verstorbenen VENOM-Bassisten Cronos (R.I.P.) gewidmet, zur gedehnten Schlußhymne „Thronehammer“ in deren Zuge Kat das Publikum durch Faustreckgesten puscht, beide Gitarristen von der Bühne steigend im Publikum riffen und solieren, dreht noch einmal alles kollektiv durch, der Schlußgong erfolgt gegen 23:00 Uhr. Diese sieben Doomwalzen wurden gebracht:

1 Slay | Kill | Erase
2 To Never Return
3 Kingslayer
4 Rise of Resistance
5 Dethroned
6 A Fading King
7 Thronehammer

Nach erfolgter Vorstellung leert sich die Goldgrube ziemlich rasch, es besteht Gelegenheit Worte mit den freundlichen Musikern zu tauschen, Autogramme zu erwerben. Davon machen die Fans ebenso Gebrauch, wie von der Möglichkeit sich noch Patches, CD's, T-Shirts und Longsleeves zu erwerben.

Fazit: Ein wie so oft kleiner umso feinerer Abend in der Goldgrube, die wir (unser Trio) Doominale in geselliger Stimmung verlassend uns auf den Heimweg begeben. - Es hat in jeder Ritze kraftvoll- tonnenschwer gedoomt!
Fotos und Bericht: Michael Toscher

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