THE NIGHT ETERNAL - Kassel


Konzert vom 20.08.2026
Support: BLIZZEN 

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BLIZZEN
THE NIGHT ETERNAL 

Aktuell sind THE NIGHT ETERNAL auf Europatour, Anlass genug, in der Goldgrube Kassel zu erscheinen, obwohl am nächsten Tag erneut ein Festival in Süddeutschland auf dem Tourplan steht, über das noch anderweitig berichtet wird.

Essens aufsteigender Stern am traditionellen Heavy Metal-Firmament THE NIGHT ETERNAL lädt zur Albumvorstellung des dritten mit Spannung erwarteten Studiolongplayers 'Cold Velvet' in die Goldgrube Kassel, - das bedeutet nichts wie hin! Kassels Kult-Szenelocation ist schon während unseres Eintreffens mehr als ordentlich gefüllt. Geschätzt 150 Besucher haben am Donnerstag den Weg in die Szenelocation gefunden. Zwei unterschiedliche Vorbands sind mit von der Partie. Am 20.08.2026 dürfen BLIZZEN als Supportact in Kassel anheizen, für den Anheizerjob am Tag darauf im Bambi Gelore (Hamburg) wurden MIDNIGHT PREY als Supportact gebucht. Pünktlich um 20.00 Uhr eröffnet der Supportact.

BLIZZEN
legen astrein vor. Die effektiv ausbalanciert zwischen Heavy und Speed liegende Mischung des ambitionierten 45 Minuten energiegeladene Vorstellung abliefernden Vierers aus der Universitätsstadt findet zahlreich Anklang vor kräftig mitgehender FanKulisse in der Goldgrube. An packenden Heavy Metal-Hymnen fehlt es nicht, unabhängig von welchem der drei bisher veröffentlichten Studioalben. Dynamische Powerspeedgeschosse vom Kaliber „Strike The Hammer“, „When The City Sleeps“, Time Machine“ oder „No More Room in Hell“, bringen mächtig einschlagend Stimmung ins Ambiente.  Gießens Finest in Sachen Heavy Metal untermauern ihren Ruf.als konstant starker Liveact. Wer BLIZZEN kennt, weiß: Diese Band macht keine Gefangenen, zieht ihr Programm kompromisslos durch, ist Garant für fetzige Liveabfahrten, inklusive bühnenreifem Posen. 

 

BLIZZEN sind nicht zum ersten Mal in Kassel, dort kein unbeschriebenes Blatt mehr, treten immer bei sich ergebender Gelegenheit gern auf. Wegen knapp bemessenem Zeitlimits halten sich die Ansagen in Grenzen. Alle vier haben richtig Bock, das überträgt sich direkt auf die versammelten Heavy Metal Fans in Kassel. Richtig flott geht’s beim Speedmonster „Into The Abyss“ ab, zwischendurch lässt auch der satte Up-Tempogroover „Beast Is On Your Back“ zahlreich gereckte Fäuste in die Luft gehen, ehe zum flotten Speedmonster „Massive Attack“ und dem folgenden Powergroover“ „Gone Wild“ nocheinmal kräftig das Gaspedal durchgetreten wird. Das Giessener Quartett hat seinen Job fein erledigt. Nachdem BLIZZEN zuvor bereits richtig fett anheizten, wartet das Publikum gespannt auf den Hauptact.

THE NIGHT ETERNAL
Nach zwei Neuen schon mal kräftig Vorgeschmack auf's Neue Album 'Cold Velvet' gebenden Appetizern mit gewaltig Hitpotential „Eurydice“ (Don't Look Back) und „The Veins of Time“ deftig ins Gebälk. Melodie, Härte, furiose Takt-, RhythmusTempowechsel, griffige Groobes, feinfühlige Melodieführung - Veränderungen die sich in Bezug auf den Faktor Band-Weiter-entwicklung reflektierend allein hinsichtlich der noch stärker denn je düsterer melodisch-melancholisch geprägten Songausrichtung bemerkbar machen. Ricardo springt häufig wie ein geölter Blitz über die Bühne, das fett riffend wie solierende dazu amtlich posende Gitarrenduo Robert Richter/Henry Käseberg harmoniert hervorragend, selbiges gilt für die jederzeit druckvoll agierende Rhythmussektion bestehend aus Kerem Yilmaz und Jerome Reil.  Befürchtungen, es könnten Bandklassiker im Set fehlen, lösen sich schnell mit „Prince of Darkness“ und „Stars Guide My Way“ in Luft auf. Spannung für alles weitere ist gegeben. Drei Songs von 'Cold Velvet' fehlen, doch fällt dies nicht allzu sehr ins Gewicht, weil zum einen das Stimmungslevel in Goldgrube riesig ist, zum anderen dieser Umstand künftig noch mehr Freiraum zwecks Songauswahlvariation ermöglicht. Mit soviel starkem Finstermetal-Songmaterial kann im Grunde auch nichts mehr schiefgehen. Einflüsse von BLACK SABBATH, THE DEVIL'S BLOOD, JUDAS PRIEST, IN SOLITUDE und TRIBULATION sind mit jeder Note spürbar.

Bei „Caught in a Spell“ herrscht erneut Düstermalancholie, danach folgen mit „Deadly as a Scythe“ und „In Tartarus“ erneut Songs älteren Datums, ehe der feine Opener vom neuen 'Cold Velvet'Album „Where This World Ends“ und „The Watcher of The Burning Veil“ Emotionen zum Kochen bringen, deren Groove die Fanschaar in puren Rockrausch versetzt. Alles steht Kopf, feiert den Ruhrpottfünfer gebührend ab, lautstarker Jubel für eine ihr Publikum komplett mitreissende Band angeführt durch ihren top aufgelegten coole Statements bringend jeden Zentimeter Bühnenplateu nutzenden Frontsänger Ricardo Baum, der mit extrem gelebter Leidenschaft, theatralisch vorgetragene Mimik wie Gestik jede Note hingebungsvoll zelebrierend, elegant im heroischen Klartonmuster singt. Flexibler Gitarrenrockvibe verbunden mit mystisch melodischer Dunkel-Atmosphären-Eleganz tauchen die Goldgrube unwiderstehlich in 80er Charme. Ricardo wirft kurz einen Blick auf die Setlist, kommentiert: „Wir sind zwar etwas drüber über der Hälfte, nein knapp drüber und wer uns kennt, weiß, wir sind immer etwas drüber.“ Cooles Statement eines ehrlichen Musikers.

Zwischendurch zeigt KREATOR-Ventor's Junior Jerome Reil am Schlagzeug, (normalerweise säße der laut Recherchen bei THE NIGHT ETERNAL ausgestiegene Aleister Präkelt hinter dem Kesselwald), was er drauf so alles drauf hat, nämlich viel. Jerome gibt nicht nur Schlagzeugoloeinlage, sondern imposantes Lehrbeispiel dafür, wie ein Schlagzeug amtlich flexibel verdroschen wird, wo es nur so scheppert, kracht und knallt,  anschließend mit kräftigen Publikumsapplaaus bedacht. Danach geht es amtlich mit dem tanzbaren „Elysion“ (Take Me Over) grandios weiter, zu dessen Refrain zahlreich Fäuste in die Luft gehen - als Brücke vor dem gewaltigen Band-Klassiker-Schlußsspurt unverzichtbar! Gepackt vom Sog der Begeisterung dankt Ricardo der fantastisch mitgehend THE NIGHT ETERNAL intensiv lautstark anfeuernden Fancrowd, lässt sich zu der Ansage hinreissen, das es nach dem Auftritt in Kassel in Hamburg nicht besser werden kann. Applaus seitens der Band untermauert den Status der vielfach kampferprobten Goldgrube Kassel. Am fett umjubelten Klassikerschlußtriple „Between The Worlds“, „Shadows Servants“ und „Moonlit Cross“ führt letzten Endes erneut kein Weg vorbei, - die Goldgrube tobt!

Schlußwort:
Nach Konzertende wechseln fleißig Tonträger ihre Besitzer. Fans lassen sich mit der Band per Foto ablichten oder ihre CD's/LP's signieren. Somit bleibt folgendes...

Fazit: Gelungener Abend mit zwei klasse Livebands, die es prächtig verstanden, Stimmung zu wecken, ihr Publikum heftig mitzureißen. Danke an Markus Moshpit & Moshpit Crew, sowie das jederzeit freundlich-hilfsbereite Thekenpersonal der Goldgrube. 'The Moonlit Cross' will rise again... - Hell Yeah, - so geht echter HEAVY METAL!

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