KANT - Echoes of Unfortunate Times

VÖ: 23.10.2026
(Sound of Liberation Records)
Style: Heavy Pschedelic Doom Kraut Rock
Homepage:
KANT
Gegründet im unterfränkischen Aschaffenburg legen die Heavy Psychedelic Rocker KANT ihr drittes Album auf den Tisch. Sänger/Gitarrist Marius Seidel bezeichnet es „das ehrlichste und emotinalste Album das wir jemals geschrieben haben.“ Emotionen versprüht das Ding reichlich. Das beginnt schon beim leichtfüssig relaxt groovenden Titeltrack „Echoes For Unfortunate Times“ so sanfte an JETHRO TULL-Ikone Ian Anderson erinnernde Flötenklangszenarien, psychedelisches verträumtes Flair und kraftvoll heavy nach vorn gehende sich permanent steigernde Gitarrenpower diesen packenden Songerguss ausfüllen.
“Black Widow“ vereint auf fesselnde Weise KYUSS, Q.O.T.S.A- Influenca weckt ebenso auch ein wenig Parallelen zu starken Retroacts Marke GRAVEYEARD oder 70er-Spacerock-Koryphäen wie HAWKWIND. „Am I in Trance“ weckt Gedanken zu KANSAS oder auch experimentiellen Genregrößen wie COLOUR HAZE, beginnt zunächst mal gemächlich ehe das Tempo abrupt ausbricht, der Härtefaktor sich gewaltig erhöht, um danach wieder in psychedelisch Seele baumeln lassende Spur zurückzukehren. Zeitweise kommen altertümliche Folknuancen mit rein womit sich Bezüge zu JETHRO TULL offenbaren. „Mischief Mountain“ geht als kurzes Vorspiel „The Avalanche“ voran, wirkt wie eine tiefen psychedelic-Reise ins Unterbewusstsein, das langsam aus dem Dämmerschlaf erwacht, danach in eine ziemlich flott vertaktete in Richtung KYUSS und HAWKWIND tendierende Abfahrt übergeht. „Digital Beam“ lässt wie fast alle anderen Tracks gemächlich startend richtig schwer den BLACK SABBATH-gezeichneten Proto-Doomhammer krachen, ehe Verlegung tiefenpsychedelischen Teppichbodens einschließlich Erzeugung monolithisch düsterer tief in Abstrakte Welten hineintauchende Stimmungsozeane folgt, „When I Close My Eyes“ gibt sich erneut locker swingend bis der Heavynessfaktor anzieht. „Android Don‘t Serve“ baut im selben Raster wie der Titeltrack „Echoes of Unfortunate Times“ eröffnet, mittels beschwingt sanfte Seelenseiten massierender Klänge Spannung auf, womit sich der Kreis schließt.
Fazit: Fesselnder Symbiont aus Kraftvoll Heavy verträumt emotionalem 70er Rock, Sphären, Heavy Psychedelic Doom und Kraut Rock auf spürbar energiegeladenem Spannungsfeld. 8/10

