T.G. COPPERFIELD - Super Raw 13

VÖ: 23.10.26
(Timezone Records)
Genre:
Alternative, Classic Rock
Website:
T.G. COPPERFIELD
Es ist schon eine coole Idee, ein Album, das sich mit den Auswüchsen künstlicher Intelligenz befasst auf dem analogen Medium Vinyl zu veröffentlichen. Ob die Farbe grün des Vinyls dabei auch noch eine besondere Bewandtnis hat, vermag ich leider nicht zu sagen.
Musikalisch hat COPPERFIELD den Blues zu einem großen Teil hinter sich gelassen und präsentiert mit „Super Raw 13“ sein bisher härtestes Werk, dass des Öfteren an Alternative Rock der Neunziger Jahre erinnert. Nach dem gesprochenen Intro „Thirteen“ folgt mit „Original Sin“ ein Riffmonster, das von dem prägnanten Einsatz einer Fuzzbox dominiert wird.
„Devil Inside“ hat dann mit seiner stakkatoartigen Melodie etwas von den Red Hot Chill Peppers, während man bei „Walk Into The Fire“ mal etwas den Fuß vom Gas nimmt und die Classic Rock Vibes vom Vorgänger-Album aufleben lässt. Ähnlich tönt „Shouting At The Sky“ aus den Boxen, auch wenn es hier noch eine Spur eingängiger zur Sache geht.
Beim Vinyl wird jetzt die Scheibe umgedreht und es geht mit „Die In The Cold“ so weiter, wie die erste Seite geendet hat. Eingängiger Classic Rock, der extrem groovenden Art, der wieder von COPPERFIELDs Gitarre und der Fuzzbox geprägt ist.
Es folgen mit „Little Box“, „Hard Sell“ und „Ghost In The Machine“ ähnliche Hochkaräter, bevor mit „At The Crossroads“ doch noch der Blues ausgepackt wird. Ob es sich dabei um Robert Johnsons Kreuzung handelt, kann ich nicht sagen aber wundern würde es mich nicht.
Die Spielzeit hat man mit knapp 32 Minuten dem Vinyl-Format angepasst und setzt eher auf Qualität denn auf Quantität, was meiner Meinung nach der richtige Weg ist.
Wer auf eine CD verzichten kann, der darf zwischen Vinyl und Download bzw. Stream wählen. Welchem Medium dabei der Vorzug zu geben ist, dürfte keine Frage sein.
8,5/10

