STYGIAN STEEL - Black Lotus Vail


VÖ: 23.10.2026
(High Roller Records) 

Style: Epischer Progressive Doom 

Homepage: 
High Roller Records

Mit STYGIAN STEEL veröffentlicht ein neues Progressive Doom-Trio über das kultige Underground-Label High Roller Records sein Longplaydebüt. Sechs Kompositionen sind enthalten, die es auf beachtliche Spielzeitlänge von knapp vierzig Minuten bringen. Eine deutlich verzerrte Bedrohlichkeit ausdrückendes Eingangsintrosequenz markiert den Auftakt von „Black Lotus Vail“ dem gedehnten Titelsong. Hoher Klargesang von Abraxas D' Ruckus dringt angenehm ins Ohr, zwischendurch ertönt ein prophetisch gesprochener Textpart. Epische Stimmungswechsel gehören zu diesem Sechstrackling wie der Belag auf's Brot.

Gesungene Hintergrundvocals geben „Fools Errand“ von epischer Stimmung erfüllten Spirit auf den Weg. Ab der Hälfte, wo der kurz alles tempo rausnehmende Moment geschickt integriert wird, um in fließendes Tempo überzugehen, kommen die spielerischen Fähigkeiten des Norwegertrios klarer zum Vorschein. Mystisch ausklingend, geht es nathlos in den folgend episch doomigen Slo-Mo-Groover „Grave Of the Giant Kings“ über, wo es spätestens ab der Hälfte abermals direkt von orientalischen Hintergrundklängen begleitet satt vorwärts riffend ins Eingemachte geht, „Incantation“ geht zwischen mystischer bis lebhafter Atmosphäre schaffendes 2:39 Minuten Zwischenintermezzo durch, das wiederum fließend zum nächsten Song überleitet. Der folgende von gehaltvoll dunkel melancholisch feierlich wie darüber hinaus im zweiten Teil mystisch obskuren Stimmungsebenen gekennzeichnete Epic-Doom -knaller heißt „The Serpent's Steel“. Zur ultimativen Steigerung tobt sich „Een Stigysk Overtyre“ nocheinmal kreativ aus, gerade dieser opulent gedehnte 10:03 Minuten sich in stimmungsvoller Atmosphäre mittels Choralgesang und zeitloser Epik suhlende Langriemen zeigt, das in diesem Norwegertrio noch viel mehr steckt. Progressive-Doomer mit Hang zu epischer Komponentenvielfalt sei das STYGIAN STEEL-Debütalbum 'Black Lotus Vail' wärmestens für einen Hörtest empfohlen.

Produktionstechnisch etwas verschwommen, was dennoch prima zum Songmaterial des Norwegertrios passt. Vielleicht war dieses Produktionsraster deshalb eben bewusst so gewählt. Handwerkstechnisch wie in Sachen Spannungsgehalt lässt 'Black Lotus Vail' nicht viel zu wünschen übrig obgleich es nicht ausgegorene Songstrukturen gibt, an denen künftig noch etwas mehr gefeilt werden könnte. Hierfür gibt es mehr als respektable 8 von 10 FFM-ROCK Punkten mit ausbaufähiger Tendenz nach oben.

Fazit: Interessante Abenteuerreise durch epische Progressive-Doomlandschaften eines vielversprechenden Newcomers, der hinsichtlich Qualität weitaus mehr in petto, seine Karten diesbezüglich noch nicht alle auf den Tisch gelegt hat. 8/10

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