ORBITA - Farewell To All We've Lost


VÖ: 09.10.2026
(Aural Music) 

Style: Stoner-Doom 

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ORBITA 

Mit vier Songkompositionen zwischen etwa 7 bis 14 Minuten kommen ORBITA auf exakt 40 Minuten effektiver Gesamtspielzeit, jener Grenze auf der sich reguläre Longplayalben im Normalfall bewegen ist 'Farewell To All We'Ve Lost“ das Debüt der italienischen Schwermutkapelle ORBITA bestückt. ' Die Stoner Doomcombo bei der Matt Baldoni (früher bei der seit 2017 aufgelösten Heavy Metal-Band RULER aktiv). Melancholisch gediegen eröffnet „Rotten Flowers“ den Vier-Song Reigen, danach durchziehen schwere Riffkaskaden in schleppender Tempovariation angetrieben von wuchtigen Schlagzeugtakten den Raum, indessen klagender Hochton-Gesang dunkelheroische Facetten freisetzt. Nachdenkliche Vocals reflektieren Graue Emotionsschattierungen bei Nékyia passend zu verregneter Herbsttristesse bis der schwermütige Brückenpart einsetzt, schade, dass es fast ein wenig spät geschieht... bei der dunklen Akustik-Trauerlegie „Marble Vail“ inklusive traurig erzählendem Gesang bleibt es beim stoisch gleichen Schema , während „The Spear“ als  mit Abstand längster Track den Härtegrad gesteigert anzieht, aus zuvor sanftmütigem Gesang werden heißere zornentbrannt sich äußernde Growls wo es den zwei Vorgängertracks vermehrt an Heavyness mangelte ist sie in Verbindung mit Spannung aufbauenden Tempowechseln umso deutlicher enthalten.

ORBITA sind eine der Kapellen jüngerer Zeit am Stoner-Doom-Firmament, deren gehaltvoll ausbalancierte Mischung Impulse in einem häufig totgeglaubten Genre setzt. Dieses nicht immer einfach zugängliche zwischen Gediegenheit und Heavyness liegende von Emotionen getränkte Debütalbum 'Farewell To All We'Ve Lost“ beweist das Gegenteil.

Fazit: Impulsiv emotional ergreifendes Atmosphären-Kino, das für Genrefans nichts zu wünschen, keine Fragen offen lässt. - Interessanter, künftig allerdings noch um einiges ausbaufähiger Stoner-Doom Tobak! 7/10