CARDINALS FOLLY - Let The Posers Fall


VÖ: 09.10.2026
(Cruz Del Sur Music) 

Style: Epic Doom n' Thrash n' Roll 

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CARDINALS FOLLY

Ein schweres Gitarren-Intro flankiert von theatralischer Sprechpassage bevor es losgeht ist fast schon lieb gewonnene Tradition bei CARDINALS FOLLY -„House Of The Lords“ gleich erahnen, dass schwere Wellen harter Gitarrenwände im Anrollen sind. Gedämpft raumgreifende Riffs und atmosphärisches Feeling deuten darauf, dass danach flottes Tempo beim Auftaktgroovemonster „Hitch Hike“ gefahren wird. Verteilt „Let The Posers Fall“ als knackiger Titeltrack schon als Vorabvideo heftig Vibe dem sich Lust auf mehr anschließt, findet der kantige Rocker Bestätigung durch satt unter die Haut gehenden Vibe – an diesem Statement führt zumindest für eingeschworene Metallerschaft kein Weg vorbei. Unterstützt durch Cleangesang schleicht sich dieses gechillt lässige Statement für den Metal gegen kommerzielle Massentrends wie bittersüßes Gift ins Gehör. Eigentlich heißt es ja oft Black Metal ist Krieg, bei diesem Stück lautet die Message: Let The Posers Fall... -  Cause these is a Metal War!

Polizeisirenen bringen den New York Ripper in den Äther. Count Karnstein ist stimmlich besser denn je in Form, dessen Mitstreiter Cosmic Doom und Jonan the Barbarian ergeben zusammen mit Bandleader Count Karnstein ein homogenes Team, der kernige Heavy Rockbanger „I am The Zodiac“ wo Count Karnstein statt heroischer Klarstonstimmbandästhetik garstige Shouts miteinbaut, während seinen Zorn ergänzender Cleangesang für gezielten Ausgleich sorgt. Flexibel bleiben bei jedem Song heftig ausbrechende Leadgitarrenparts, ebenso der satt wummernde Rhythmusteppich, auf dem sich in Songhälfte zwei gedämpfte Pathos Epik bewegt, im rabiat in die vollen gehend Thrash n' Rollige „Luchador“ treten die mit reichlich Kante versehenen Hörner aus dem Kopf hervor, deren Thrashparts passenden Ausgleich bei flotter MISFITS-Schlagseite finden, wobei diesem Stück ebenfalls ein wahnsinnig epischer Part innewohnt, der zwischendurch einen Stilwechsel vollzieht ehe das fetzige Thrash n' Roll-Gemisch noch mal richtig auf die Kacke haut. Das aggressiv mit BLACK SABBATH-Triolen nur so um sich werfende „Your Stallions are Burning“ wo Count Karnstein öfters brutal garstige Shouts rausröhrt um danach in leidenschaftlichen Klargesang zu verfallen. Auf dem Cultist Highway“ tobt sich das Trio siebeneinhalb Minuten massiv rotzräudigen Rebellencharme per „Blues For Satan“ verteilend aus, im Schlußspurt wird mächtig Gas gegeben, ganz am Ende der Kniefall heroischer Huldigung für den Fürst der Dunkelheit zelebriert. „Chiusure Invernale“ bildet melancholisches Blaupausenmoment, danach markiert „Providence“ gelungenen Abgang in tonnenschwer schleppend walzenden Gothic-Doom á lá PARADISE LOST meets Düster Rock-DANZIG-Stil eine weitere Glanztat von CARDINALS FOLLY in packender Weise abrundend, die mich noch nie enttäuschten! Das begnadete Doom n' Thrash n' Roll-Trio bleibt eine sichere Bank zieht seinen Stiefel kompromisslos Oberkante-Unterkiefer durch - elegant, heroisch, knüppelhart, nachdenklich oder tiefen melancholisch. - Kompromisse? Nope!Mögen oder Hassen? Ganz klar ersteres.

Fazit: Zugänglicher denn dringt dieses griffig variable Album trotz harter Gitarrenwände, Doom und Rock n' Roll-Kanten wie bittersüßes Gift in die Lauscher. Tobak abgedreht schräger Sorte, den keine Combo sympathisch ehrlich ungmemein fließend verspielter mit feiner Melodieführung und Eleganz gewappnet ins Volk bringt! - Kauzig, verrucht, straight forward und in jeder Hinsicht - unnachahmlich! 9/10

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