HARSCH - Feels


VÖ: Bereits erschienen 
(Fireflash RecordsEdel Music)

Style: Hard Rock im 80er Stil 

Homepage: 
HARSCH

80er Jahre Classic Hard Rock, moderner Einschlag, PopAppeal, etwas Glam und Rock n' Roll-Anteile und andeutungsweiser Touch in Richtung US-Metal fließen bei HARSCH zu einer stimmigen Mischung zusammen. Schlug das vier Jahre zurück liegende 'Out of Control'-Debüt heftig Wellen, haben sich HARSCH dadurch, dass sie rund 300 Konzerte gaben einer größeren Fanschicht erschlossen.

Und es ist nicht nur die Häufigkeit, der Auftritte, wofür HARSCH ihre Lorbeeren ernten. Die Band aus der französischen Hauptstadt Paris weiß was sie will, setzt es mit dem 'Out of Control'-Nachfolger 'Feels' erstklassig um. Das Album schielt wie schon damals zahlreiche Bands auf dem 80er Hard Rocksektor auf gewaltig Radio Airplay. Dazu gehört neben zackigem Grundriffs, reisserischem Gesang, effektiv gestreuten Leadsoli und kraftvolles Drumming – prägende Zutaten, die auf ein solches Hard Rockalbum gehören. Lobenswerterweise macht sich moderner Touch nicht übergreifend bis zum Abwinken breit, was dieses Album nur verwässern würde, (dies wäre so überflüssig wie ein Wespennest unter dem Haustürfenstersturz!). sondern vielmehr dezent dosiert einfließt, was dieser Scheibe viel Frische verleiht. Hard Rock zu dem sich gerne Ohohoho und Hey, Hey, Hey (!) rufen lässt, während dessen die gereckte Faust vermehrt im Taktrhyhtmus erhoben in die Luft geht.

Für das Abmischen des Zwölftracklings zeichnet übrigens KISSIN' DYNAMITE-Stimmbandakrobat Hannes Braun verantwortlich. Der Sound klingt herrlich druckvoll kompakt nie zu sehr übersteuert. Insgesamt klingen HARSCH mehr nach US-Hard Rock als zahlreiche Vertreter aus dem Genre, dennoch kommt immer etwas Euro-Kante hinzu, was u. a. das halbbaladeske irgendwo zwischen BON JOVI, FIREHOUSE, MR BIG, und SKID ROW flanierende „Forever Yesterday“ zeigt.

Eingängige Immens Hitpotential freisetzende Rock-Nummern wie „Everything I want is You“, „Offer You a Rome“, „Losing My Mind“ und „When we're Together“ gehen auf Anhieb ins Ohr. Da passt dann auch ein mit prägnantem Grundriff auf Charthitsturm schielender Stadion-Hard Rocker wie „Don't Mess With Me“ Top ins Bild. Mit Das zigfach verbratene Michael Sembello-Cover „Maniac“ habe ich trotz druckvollem Sound schon fesselnd feuriger mit mehr Druck auffe Wumme gehört.

Fazit: Knackig erdiger Hard Rock auf basischem 80er Fundament, der seine große Fanschicht erneut mühelos erreicht. - Chapeau!  8/10