FACE DOWN HERO - The Ecstasy Of Cold

08 facedownhero
VÖ: 14.08.206
(Yonah Records)

Style: Thrash Metal

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FACE DOWN HERO


Ganze neun Jahre sind seit dem letzen Album der Marburger Thrasher vergangen und nun wollen sie es wieder wissen. Mit den Intro „Directive 19“ geht es schon mal spannend los und mit dem Titelstück kommt auch gleich satter Mid Tempo Thrash, der mit viel Double Bass angereichert ist und sich dann auch die Melodien entfalten dürfen, bevor die Herren knallhart weiter thrashen. Der Refrain bleibt aber weiter eingängig und melodisch, wo mach auch gut mitmachen kann. Danach ballert „Samara“ geradeaus drauf los und das ist old school Thrash, wie ich ihn einst von Acusser gemocht haben. Aber auch hier kommen im Refrain catchy Melodien hinzu, während man den Anfang von „Designed To Break“ fast schon im Melo Power Metal ansiedeln kann. Dann werden die Herren sehr technisch und lassen bei knackigen Thrash Salven die Melodien geschickt mit einfließen. Mit „Unraveled“ sind die Hessen sogar balladesk und wenn dann mal härter in die Saiten gegriffen wird, ist da bei mir eine gewisse Nähe zu frühen Metallica zu spüren. Die Soli sind rassig und danach wird nach ein wenig Spielerei in „Nobody Moves (Everybody Gets Hurt)“ läuft die geradlinige Thrash Kanone wieder heiß, doch auch dem Groove wird öfter mal Platz gemacht. In „Ghosts Of Gilead“ ist Groove Thrash angesagt, da kommt auch mal eine gehörige Portion Melancholie hinzu und das Solo sägt wie die Wutz. Bei dem anfänglichen Stampfen von „Elite Of Mankind“ dar fsich Bass mal in den Vordergrund spielen, dass regiert wieder König Groove Thrash und so pumpt das Stück nur so vor Energie und auch das Melodische darf dazu. „The Sophristy“ ist ein ganz sanfter, ruhiger Zwischenspieler, der zum finalen „Preachers Of Insanity – This I Know“ übergeht, der mit totaler Melancholie sehr ruhig beginnt. Dann kommt der Thrash auch wieder auf und das sehr facettenreich, mal als Groove, dann als Melodic Thrash, um dann wieder in dieses tragende Gefilde zu wechseln.
Alles in allen eine sehr gelungene Rückkehr in die Thrash Welt, die sich 7,9 von 10 Punkten sichert.