DEAD KOSMONAUT - Retrospective


(VÖ: 26.06.2026) 
(Edged Circle Productions) 

Style: Heavy Metal (im 80er Jahre Stil) 

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DEAD KOSMONAUT 

Nach 'Expect Nothing' und 'Gravitas' folgt 'Retrospektive'. DEAD KOSMONAUT haben ihr drittes Studiolangeisen geschmiedet, das vor drei Tagen frisch erschien. Per „Hellbutcher“ Gustavsson vom Black Metal Sektor bekannte HELLBUTCHER/ NIFELHEIM/ NECROCURSE und bei den Okkult-Doomern DEAD PENALTY aktive Frontmann lebt bei DEAD KOSMONAUT sein Faible für traditionellen 80er-Jahre Heavy Metal in vollen Zügen aus. Zum Band-Line Up gehören der ebenfalls bei HELLBUTCHER aktive Gitarrist Fredrik Folkare, während Gitarrenpartner Peter Hallgreen amtlich die Axt bei SORCERER schwingt. Bassist/Backing Vocalist Matthias Reinholdsson und Henrik Johansson als Drummer/Keyboarder komplettieren als Rhythmussektion das Band Line Up.

Inhatlich tummelt sich 'Retrospective' im traditonellen Heavy Metalbereich lässt die 80er musikalisch revue passieren. Das packende Hymnen-Einstiegsdoppel „Wake Of Aquarius“/“Out Of The Shadows Rising“ schielt so dermaßen konsequent auf die goldenen 80er, deren Stärken sich gebündelt vereinen. Treibende Gitarrenriffs, flotte Taktrhythmen, rumpelnde Gitarrenbeats, epische Parts und Hellbutcher's dramaturgisch neben Hochton auch düstere Facetten einfließen lassender Gesang alles mit starker IRON MAIDEN-Schlagseite versehen; hinzu kommen BLACK SABBATH/JUDAS PRIEST-Einflüsse und wenn's doomig wird CANDLEMASS – dennoch das wichtige Quantum Eigenstilnote wahrend. Geil! Spätestens bei 'View From The Future' schälen sich erstmals klassische JUDAS PRIEST noch zu 70er geprägter Hard Rock-Ära heraus, ehe Birminghams Arbeiterklassenbandlegende von der reissenden Urgewalt des NWOBHM-Stroms in den Heavy Metal-Sog hineingezogen wurde.

„Eyes Grow Old“ beginnt geheimnisvoll düster-episch und bleibt es im Wechsel zu flotteren Taktfolgen mit Leadsolischleifen bis zum Schluß. „The Battle Is Over“ erweckt zunächst den Anschein der Krieg wäre vorbei, trügerisch ist der Schein, der klagende Textinhalt lässt durchblicken, - der Krieg ist niemals vorbei, gerade bei dieser von feiner Leadgitarrensoloarbeit gekrönten Epic-Klage sind BLACK SABBATH/SORCERER-Facette dominierendes Element, hingegen bei „The Lies“ und „the Retrospective“ fusionieren Progressive-Zutaten, zeitlos episches Dunkelheit und phantastische Melodielinien fließend ineinander übergehend. Dieses -'Retrospective'-Hörerlebnis ist dem toten Kosmonauten vollauf gelungen.

Fazit: DEAD KOSMONAUT bleiben für's Genre unverzichtbares Original, Unikat und wegweisend zugleich. Heavy Metal in ergreifender Form: Kraftvoll, melodisch, variabel, fesselnd... - weckt mit jeder Note gewaltig Sucht nach mehr! 9/10