LEATHERWITCH - First Spell


VÖ: 29.05.2026
(Listenable Records) 

Style: Heavy/Power/Speed Metal 

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LEATHERWITCH

CRYSTAL VIPER sind Geschichte, doch für Ex-Frontfrau Martha Gabriel gibt es keinen Stillstand. Kreativ, wie sie ist, hat sie schon wieder eine Band besser gesagt ein Projekt am Start. LEATHERWITCH heißt es. Die vielseitige Musikern spielte für das erste Langeisen alles Instrumentarium komplett im Alleingang ein. Gitarre, Bass, Keyboard und Schlagzeug wobei letzteres nicht nach wirklich realen Schlagzeug klingt. Damit hat es sich bereits mit der Kritik. Handwerklich kennt die gestandene Vollblut-Profi-Musikerin ihr geliebtes Metier aus dem FF. Nach zwei vorab veröffentlichten Singles („Beast Inside“ und „Heroes and the Dice“) legt die LEATHERWITCH ihr erstes Full Length-Album auf den Tisch .

„First Spell“ hinterlässt gewaltig Eindruck verbunden mit dem Gefühl, das von der Lederhexe mit kraftvoller Stimme, deren Songmaterial auf diesem Erstling sich wechselweise im US-Metal, Teutonenstahl- und NWOBHM-sektor bewegt, künftig noch mehr Spells zu erwarten sind. Entgegengesetzt zu ihrer in der letzten Epoche vor Auflösung etwas ins Schwächeln geratenen Ex-Band ist der Qualitätsfaktor auf dieser Scheibe um ein vielfaches höher. Einflüsse gestandener 80er US-Metal Heroen Marke CHASTAIN/VIRGIN STEELE, JACK STARR'S BURNING STARR, Teutonenstahl á lá ACCEPT/ HELLOWEEN/RUNNING WILD und NWOBHM (ANGEL WITCH, GRIM REAPER, TOKYO BLADE usw.) finden sich zu Hauf. Martha's Stimmbänder sind top geölt, die quirlige Polin entfacht mit ihrem charismatisch packend unter die Haut gehendem Organ ein kraftvoll produziertes Feuerwerk feinen Songmaterials.

Im flotten Power-Speed auf's Geweih knallende Hymnenhämmer wie „Heroes and the Dice“ und „Beast Inside“ wecken sofort Appetit auf mehr! Deutlich temporeduzierten Groove fahren die Hymnenohrwürmer „Bound By The Night“ und Silver Stallions (mit galoppierender Gitarrenpower, wo ihre schon bei CRYSTAL VIPER zu entdeckende Vorliebe für frühe RUNNING WILD zum Vorschein kommt). „The New Beginning“ stellt sich als auf 7:42 gedehnt in schleppendem Tempo getragene Epic-Nummer mit Parallelen zu ZED YAGO/ VELVET VIPER heraus, einschließlich kraftvoll explosivem Leadsolo an deren Gesamtinhalt sich zeigt, wie wohltuend einer Frischzellenkur gleichkommend sich dieser Neuanfang für die vielseitige Polin anfühlt, deren Erfolg ihr von Herzen zu gönnen ist. „Two Tons of Steel“ drückt danach im Kontrast zum Vorgängerstück wieder heftig auf's Tempo, ehe es mit dem tollen Ohrwurm „In The Middle Of The Night“ noch einen knackigen Powergroover zum Faustrecken gibt, der auch Live on Stage mächtig intensiv Breitenwirkung entfalten dürfte. Das Cover zum Schluß - diesmal nahm sich Martha den HELLOWEEN-Speedzerstörer „Ride The Sky“ vor, - darf natürlich auch nicht fehlen.

Fazit: Ein furioser Neubeginn von Martha Gabriel, der Heavy Metal-Fans diverser Stilrichtungen aufhorchen lassen sollte. - Chapeau, Mrs. Gabriel! 8,5/10




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