POWERRAGE - Beast


VÖ: 24.04.2026
(High Roller Records) 

Style: Dark Doom Speed Metal 

Homepage: 
POWERRAGE

Auf dieses Album habe ich mit schom im Vorfeld mit Spannung gewartet. John Ricci (Gesang), Jaques Belanger (Gesang) sind Namen die vor allem Speedfreaks und Thrash-Fans bekannt sein dürften. Beide arbeiteten bei der Kanada Speed Metal-Legende EXCITER zusammen, daraus entstanden die Alben 'The Dark Command', 'Blood of Tyrants' und 'New Testament'. Aktuell hier vorliegendes Album trägt den Titel 'Beast' – kurz dennoch bezeichnend zugleich, der Albumtitel sagt viel mehr als tausend Worte.

POWERRAGE heißt die Band mit Zusammenschluß beider, worauf sich schon viele Fans im Vorfeld freuten. Ob die hohen Erwartungen tatsächlich erfüllt werden, kristallisiert sich im folgenden Review heraus. Auf 'Beast' geht es bei oft hoher Geschwindigkeit noch eine Spur aggressiver und finsterer zu als auf den EXCITER-Scheiben. Stellt sich beim Einstiegsopener „Dark Wings“ gleich mal direkt das Gefühl ein, es handele sich um ein EXCITER-Stück obwohl John Ricci vor Erscheinen des Releases ankündigte: „Ich wollte keine neue Version von EXCITER auf die Beine stellen“, ist ein süffisantes Grinsen unvermeidbar, weil dieses Stück noch sehr in die EXCITER-Richtung tendiert. Spätestens mit der zweiten deutlich tempo gebremsteren fast schon auf Doomlevel fahrenden Nummer „Cremation Damnation“ die abrupt in ein infernalisch wütendes Speedgewitter umschlägt, kommt der zelebrierte Hauptstil von POWERRAGE zum Vorschein.

Beissend aggressive Parts in schleppendem Tempo und rasante Speedattacken denen Jaques Belanger mit seinem zwischen heißerem Brüllen zeitweise nach stimmlich dunkel gefärbt garstigerer METAL CHURCH-Version und Halford-lastigem Theatralik-Organ den Stempel aufdrückt, bilden den Kern eines beide Komponenten effektiv mischenden Tonträgers. Die Gitarren haben mächtig Druck auf dem Scheffel, Jaques Belanger singt so theatralisch wie das Fanklientel es von ihm gewohnt ist, John Ricci lässt seine Sechssaitige röhren, was das Instrument hergibt, holt alles heraus. Todd Pilon (ExRECKLESS/Ex-WITCHKILLER) am Bass und Schlagzeuger Lucas Dery komplettieren das Band Line Up. Das sich der Stil hinsichtlich Grundschema im Regelfall gleicht, fällt bei derart handwerklichem Können kaum ins Gewicht. Songmaterial der Schiene „Dragon Man“, „Haunted Hell“, „Damned and Cursed“ oder „The Black Mass“ lässt keine Fragen offen.

Fazit: Interessantes Gemisch zwischen tempogedrosselter Heavyness und infernalischem Speed. 7/10

 

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