WARSENAL - Endless Beginnings...


VÖ: 10.04.2026
(Massacre Records) 

Style: Speed/Thrash Metal 

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WARSENAL 

Dass Kriege zum Leidwesen der Zivilbevölkerung oft unnötig sind im Regelfall zumeist länger dauern als erforderlich, ist nicht wirklich neu, sondern Fakt. Der Album-Titel „Endless Beginnings“ des dritten Studiolangeisens des Kanadischen Abrisskommandos WARSENAL trägt dieser traurigen Erkenntnis Rechnung. Das wie eine Mischung aus He Man and the Masters of the Universe und Herr der Ringe durchgehende Coverartwork wirkt damit schon beinahe selbst erklärend.

Das Teil strotzt nur so vor Energie, beissend kritischem Inhalt und zugehörigem Protest. Speed/Thrash-Abrisse vom Kaliber „Mass Grave Mass“, „Flying Fortress“ (bezogen auf den als fliegende Festung bekannt gewordenen Flugzeugtyp, mit Bombenarsenal für ganze Festungen inklusive drehbar elektrischer MG-Kanzel aus dem II. WK, das zunächst beruhigend in düstermelancholischer Melodie gehaltene „Phantom Hope“ der danach das brutale Inferno folgt, wenn erneut Kriegerische Handlungen einsetzen und sich die Phantomhoffnung in Luft auflöst, das knackige „Feeding The Wildfire“, die von Finsterer Epik überzogene Botschaft „The Numbening“ oder „Dusk Dwellers“ (bezogen auf Bewohner, die nur im Schutz der Dämmerung ihr Haus verlassen,) stehen Pate für den alles andere als freundlichen Inhalt der Scheibe. Dementsprechend ist dieses Album weder Lustig noch fidel, auch wenn manch einer es vielleicht im ersten Moment so darstellend als Spaß empfinden mag oder betrachtet, sondern gespickt mit schädelspaltendem Inhalt und garstiger Portion Wut im Bauch, die sich nicht allein an schreddernden Gitarren und ballerndem Drumming zeigt, was erst recht am aggressiven Shouting deutlich zur Sprache kommt.

Harrsche Tempoausbrüche, schwer gedrosselte Midempoparts und packende Wendungen zieren den Inhalt aller neun Stücke. Dieses Album hat richtig Pfiff, tritt durchweg Kanten zeigend, unmittelbar direkt in den Arsch, dass es wehtut. WARSENAL haben ein wirklich starkes Longplayalbum an den Start gebracht nur auf unnötige Längen hätten sie dabei besser verzichtet. Weil wir es hier mit einem Speed/Thrashabreisser zu tun haben, statt episch bebildertem Kopfkino, obschon bezeichnenderweise die Songtitel grässliche Bilder in Gedanken erzeugen, sind unnötige Songausdehnungen gleichbleibend musikalischen Inhalts auf solch einem Tonträger nicht zwingend erforderlich. In diesem Fall wäre weniger in der Tat mehr gewesen.

Fazit: Handwerklich sauberer Speed/Thrash mit kritisch verpackter Message, der allem voran überzeugten Genrefans dringlichst zu empfehlen ist. 7/10

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