VANIR - Wyrd


VÖ: 03.04.2026
(Mighty Music) 

Style: Melodic Death Metal 

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VANIR

Melodic Death Metal mit Epischen Schlachtfeldszenarien zieht sich konstant wie ein roter Faden durch's achte Studioalbum der Dänencombo VANIR. Hier ist man geneigt an Nordische Wikingerkapellen der Schiene AMON AMARTH, WOLFHEART & Co. zu denken, was in dem Fall nicht abwägig erscheint.

Im Mittelpunkt dieser gewaltigen Schlacht steht der 1683 geführte Kampf des operierenden polnischen Entsatzheeres zusammen mit christlichen Armeeverbänden gegen das Osmanische Reich dessen Ausdehnung nach Europa durch den Erfolg dieser gemeinsamen Allianz verhindert wurde. Die Schlacht markiert allem voran den Wendepunkt innerhalb der Türkenkriege. Unter Führung des polnischen Königs Johann III. Sobieski wurde der Kampf zwischen Infanterie Artillerietruppen aus Österreich, Sachsen, Bayern, Baden, Kirchenstaat und polnischem Reiterheer gegen das Wien belagernde Osmanische Heer geführt, dessen Niederlage als Konsequenz den Anfang vom Ende der türkischen Eroberungsfeldzüge zur Folge hatte.

Demzufolge fügen sich Sprechpassagen, Faustreckparts, brutal auf die Zwölf hauende Knüppelattacken, fette Gitarren und heroisch-epische Pathosanteile nathlos ins Gesamtgeschehen. Ganz nebenbei bemerkt: Wer zu solchen Alben anspruchsvolles Progressive-Kino erwartet, liegt falsch. Das hier ist emotionaler, straight straight nach vorn gehender Melodic Death Metal (!) im Wikingerpathos-Stil, obgleich die Thematik nicht auf Wikingermythen und -Legenden fußt, der seine Fanschichten bei AMON AMARTH, WOLFHEART, INSOMNIUM oder sobald es heftig exzessiv hart wird - UNLEASHED - findet.  Beachtenswert ist der extrem geil zwischen Tiefengrowls und heißerer Tonlage varrierende Gesang von Drummer Martin Holmsgard Hakan, der alle Vocals eingeröhrt hat, das Ruder fest in der Hand sein Schiff sicher durch wilde Fjordlandschaften segelt, immer den eingeschlagenen Kurs im Auge behält.

Fazit: Anhängerschaft erwähnter Kapellen sollte auf diesem Terrain fündig werden, alle anderen vorsichtshalber reinhören und sich davon selbst ein Bild machen. - Uuuuuuaaaaaarrrrrrgggggghhhhhh! 7,5/10