RAVENSPELL - Obsidian King

VÖ: 12.03.2026
(Fighter Records)
Style: Heavy Metal
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RAVENSPELL
Hurra, es tut sich wieder etwas im kanadischen Heavy Metal-Underground! RAVENSPELL nennt sich das hinter 'Obsidian King' stehende Quartett, dessen Debüt sowohl Anhängerschaft von schwerem US-Metal als auch NWOBHM-Fanklientel vereint. Heftig in den Speedpegel schlägt „God The Watcher“ aus, „Onwards wie March“ erinnert an eine kreuzverquerte Mischung aus Omen meets hymnenhaft frühe CLOVEN HOOF (noch ohne Harry 'The Tyrant' Conklin).
„Book Of The Dead“ geht als schleppender in Richtung Melodischer US-Metal schielender Powergroovesong durch, das hätten selbst FIFTH ANGEL kaum besser hin bekommen. „Warriors 9 to 5“ und "Obsidian King" (letzteres eingeleitet durch Raben-Schreie) outen sich als Midtempobrecher mit opulentem Hintergrund Singalongs, heroischem Hauptgesang spannenden Rhythmustempo-Wechseln und feinfühlig erlesenener Leadsoloeinlagen. „Hellstorm“; „Raise Hell“, „Relentless“ und „Battleaxe Apocalypse“ packen wieder die flotte Speedkeule aus, gehen deftig ins Eingemachte, wirken allerdings auf Dauer etwas gleichförmig. Das große das Gesamtergebnis in Sachen Bewertung rettende auf den Hunnenkönig Attila gemünzte fast acht Minuten Schluß-Epos brilliert durch eine gesund austaxierte Vermischung von Elementen aus Epic-, Heavy-, Prog-, Power-Metal und Doom.
Fazit: Gelungener Mix, der IRON MAIDEN-, CLOVEN HOOF, OMEN, GREYHAWK und VISIGOTH-Fans gleichermaßen vereint. - Packender Traditions Metal Tobak, dem (kreativ gesehen) ab Albumhälfte zwei noch etwas die Luft ausgeht. 7,5/10

