AEON GODS - Reborn To Light


VÖ: 20.02.2026
(Scarlet Records)

Style: Symphonic Power Metal

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AEON GODS

AEON GODS, Klappe, die Zweite: Ihre bisherige Linie haben die komplett auf vorchristliche Göttermythologien eingeschworenen AEON GODS beibehalten, am Stil hat sich nicht allzuviel geändert. Epic Power Metal bildet das Grundgerüst auf dem alle Songs fußen. Ein von Peter Sallai (u. a. HAMMER KING, SABATON) entworfenes Artwork rundet das zweite Album 'Reborn To Light' gelungen ab.

Auf die babylonisch-assyrische Göttermythologie folgt die ägyptische. Erneut geht es richtig bombastisch ins Eingemachte typischer Symphonic Power Metal eben. Eingängige Strukturen, knallendes Drumming und theatralisch-heroische Klangspiralen.Alex aka 'Sol Ratu' setzt sein Stimmbandvolumen theatralisch ein, Opulent gestaltete Chöre bilden bei „Flames of Ember Down“ eine wichtige Basis wie das präsente Mystik-Element, krachende Gitarrenwände, heroischer Gesang, furiose Tempo-wechsel und das wirklich kraftvolle Power-Drumming von Elias 'Iš'Taru' Knorr.

Im vierteiligen Epos „Amduat Teil I – IV“ bezieht sich die Thematik auf Nachtreise des Sonnengottes Re, das davorstehende Sol (= lat. bedeutet übersetzt Sonnengott), der sich u. a. mit seinem erbitterten Gegner dem Schlangengott Apophis im Kampf messen muss. Diese Fahrt wiederholt Re jede Nacht, um die Sonne am nächsten Tag aufsteigen zu lassen, es ist die vermystifizierte Form des Tag/Nachtrhythmus, wenn der nächtlich am Himmel stehende Mond seinen Platz am Himmel räumt, während am Morgen des nächsten Tages die Sonne aufgeht. Inhaltliche Deutung: Barbeque of Millions (amduat pt.I) sorgt für epische Sphärenlastik, danach geht es bei „The Sacred Union (amduat pt. II), immens heftig treibend flott ab, zu „Soldiers of Re“ (amduat pt. III) marschieren im Geiste Heerschaaren von Soldaten auf, um die Feinde mit aller Macht zu bekämpfen, um den Sonnenaufgang zu sichern, ehe „Reborn To Light“ (amduat, pt. IV) danach den Triumph des Lichts über die Dunkelheit verdeutlicht, der Mond muss flüchten, die Sonne geht auf. Die letzten drei Tracks (Re's Dying Rain Pt. I – III) beinhalten u. a. wie Re durch einen Trick die Menschheit vor deren Vernichtung durch die über den Kampf der auf Re wütenden Menschen weil dieser in Obhut himmlicher Gefilde entschwinden will - gegen die sich in Blutrausch hineinsteigernde Göttin Hathor bewahrt.

So wechselhaft wie das Gesamtepos entfalten sich diverse Stimmungsbögen beim Durchlauf dieses Silberdeckels. Starke Riffs, packender Chorgesang, einprägsame Strukturen, leicht nachvollziehbare Refrains gepackt in Orchstralen Bombast. Für dieses Aufmerksamkeit fordernde Album ist viel Konzentration erforderlich.

Fazit: Anspruchsvoll spannendes Mythologie-Kino auf symphonischer Power Metal-Basis, dessen stimmungsvoller Inhalt allem voran für kaum genug von solchen Alben bekommende Genrefans nichts zu wünschen übrig lässt. 7,5/10