WOLVERINE - Anomalies

02 wolverine

VÖ: 06.02.2026
(Music Theories Recordings/Mascot)

Genre: Prog/Ambient Metal

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WOLVERINE

Nachdem zu Beginn der Karriere die Veröffentlichungsfrequenz hoch war hat sich schon lange ein Fünf-Jahres-Rhythmus bei den Schweden eingependelt. Wobei es sich bei „A Darkened Son“ vor fünf Jahren lediglich um eine EP handelte, dabei ist die Besetzung schon lange stabil und der Kern sich früh herausgebildet. Die Spielart ist nicht gerade populär im Land der Elche, es verwundert auch nicht, dass die Bandgründer Marcus Losbjer und Stefan Zell aus dem Death Metal kommen. Mit „Anomalies“ wollen WOLVERINE da anknüpfen, wo sie mit dem letzten Langeisen „Machina Viva“ aufgehört haben.

Zuerst knüpfen sie eher dort an, wo der Industrial Metal seinen Anfang hatte. Schwere phrasierte Riffs prägen „A Sudden Demise“, darunter werden düstere Synthesizerflächen geschichtet wie aus einer Rhys Fulber-Produktion. Solchen Ansatz kann man sicher wählen, allerdings bleibt es beim Ansatz, denn mit Ausnahme von „Losing Game“ lässt die Gitarre von Jonas Jonsson die Akzente vermissen. Meist kommt sie bei flächiger Untermalung wie beim folgenden „A Solitary Foe“ zum Tragen, oder schönen ruhigen Soli wie man sie bei „Losing Game“ findet.

Prägend bleiben in der Folge die schwebenden Synths von Per Henriksson, die bereits im Opener die Oberhand gewinnen. So setzt der Fünfer vor allem auf cineastische Atmosphäre, welche den Hörer angenehm umhüllt, aber etwas wenig Reibungspunkte bieten. Flirren dürfen sie in „Circuits“, wo gegen Ende deren Soundbibliothek geöffnet wird. Ganz sanft schleicht sich „Automaton“ an, bei dem die Pianotöne nur sehr sporadisch herab perlen. Dafür setzen WOLVERINE auf das Spiel mit den Stimmungen, variieren die Themen nur marginal, halten sie so im Fluss.

In dem befinden sich auch die Melodien, die es verstehen den Kompositionen ihre Höhepunkte zu verleihen. „Nightfall“ explodiert förmlich und das abschließende „Scarlet Tide“ weiß den Raum zu füllen. Diesen Ansatz wählten zuletzt auch Kapellen wie VOLA, LEPROUS oder VOYAGER, die mehr als Referenz dienen wie die Landsleute von KATATONIA, mit der die Melancholie geteilt wird. Kopfkino versteht die Combo zu veranstalten, die Emotionen werden spürbar rübergebracht, der progressive Anspruch wurde jedoch zugunsten des Wohlklangs etwas auf der Bank gelassen.

7 / 10

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