ANAHATA - Syncretic Sovereignity

VÖ: 15.03.2024
(Devastation Metal Radio)
Style: Epic Metal
Homepage:
SOL ANAHATA
VISIGOTH, ETERNAL CHAMPION, SUMERLANDS... allesamt Namen, die für feinsten Epic Heavy Metal sprechen. Was sich die Australier ANAHATA bei diesem bunten Cocktailmix aus Epic Metal sowie diversen Stilanteilen gedacht haben, ist mir schleierhaft. Nichts dagegen, wenn gesundermaßen etwas zusammengemischt wird, wenn es allerdings über weite Strecken kaum harmoniert oder sich die Strukturen ziemlich oft ähneln, ödet es dauerhaft gesehen einfach nur an.
Bliebe es beim Epic Metal wäre das begrüßenswert. Durch Hinzumischung von Hardcore, Death, Prog- und Black Metalversatz will dieser Zehntrackling des um Kreativität sichtlich bemühten australisch/kanadisch/englischen Trios nur selten wirklich zünden. Zwar sind einige brauchbare Ansätze auf diesem 'Syncretic Sovereignity' genannten Zweitling vorhanden, doch reicht das allein ganz sicher nicht, um in die Liga obig erwähnter Größen ernsthaft vorzudringen. ANAHATA oder nennen sie sich SOL ANAHATA? Dem Coverartwork und auf die Vorsilbe Sol was dem römischen Sonnengott entspricht, müsste die Band SOL ANHAHATA heißen, unter folgender Beschreibung findet sich der zugehörige link zur Homepage. Verwirrend das ganze doch ist... würde Meister Yoda sagen. Dahinter stehende Band ist sehr experimentierfreudig. Das pappige Schlagzeug fällt dabei überhaupt gar nicht mal so sehr ins Gewicht.
„Quantum Kshatriya“ ist dann endlich das erste nach drei Stücken, das wirklich so etwas wie einen roten Faden besitzt, obschon der hohe Klartongesang vermehrt an VOLBEAT erinnert. Insgesamt wirkt dieses Potpurri über weite Strecken wild zusammen gepanscht. Mehr klare Linie wie zumindest über weite Strecken bei dem von raumgreifender Melancholie bewegten sich gern im gediegenen Epic Sektor aufhaltenden „Through The Sea“ täte dem gesamten Album gut. Die harrschen Growls wirken grauenvoll disharmonisch. Mehr Spannung als die Mehrheit aller von Gesang erfüllten Tracks bringt das Instrumental „Periphelion“, auch „The Thunderer“ zeigt, dass mit klarer Linie mehr erreicht wird. Phasenweise müffelt dieses von Fremdzutaten reichlich überflutete Produkt nach abgestandenem Bier.
Fazit: Solide Genrekost die nicht über Durchschnittsformat hinauskommt. 5,5/10

