EMERALD - Restless Souls


VÖ: 15.05.2019
(Rock of Angels Records)

Style: Heavy Metal

Homepage:
EMERALD

Zwei Jahre nach „Reckoning Day“ folgt mit „Restless Souls“ der nächste nunmehr achte Streich aus dem Schweizer Hause EMERALD in verändertem Line Up. Was auf 'Restless Souls' gefahren wird, kann mit dem starken Vorgängerscheibchen „Reckoning Day“ zwar nicht ganz mithalten, besitzt jedoch einschließlich Keyboards ausreichend Substanz, zahlreiche Tradtions-Metalacts glattpolierter Transparentschiene weit hinter sich zu lassen. Der intensiv tiefensphärisch mystische Einstieg zu „Freak Show“ gefolgt von krassem Gelächter hätte kaum besser gewählt sein, ehe der Einsteiger sich irgendwo im Dschungel Chartskompatibler Catchyness und proglastiger Verspieltheit verirrt. „Restless Souls“ und „Revenge“ geben ausreichend Beleg, für effektiv funktionerende Eingängigkeit im Breitwandstil. „Valley of Death“ und „Son of Sam“ lassen durchblicken, dass hochgradig emotionale Melodic-Groover durchaus funktionieren. In Stimmbandquäler Mace Mitchell, dem bei allen Tracks eine sehr gute Balance zwischen entfesselten Schreien und kraftvollem häufig theatralischem Hochton-Gesang gelingt, haben sie Gesanglich betrachtet, ein Glückslos gezogen. „The Wicked Force“ und „Heaven Falls Down“ teilen Rundschläge mit dem Thrashflegel aus, „Cadd Goddeu“ tendiert als gewagtes Experiment verziert durch Folkschlagseite in Richtung Mittelaltersektor.

Abstriche gibt es leider auch zu verzeichnen, dafür sorgen das bei aller Liebe für packende Melodieführung zeitweise arg brust schwach Kommerz getrimmte „Superhero“ sowie die stellenweise schon etwas übertrieben in cheesiges Terrain abtauchenden Schmalzrocker „Set Me Free“ und  „My Final Stand“ womit diesmal auch keine 9er-Wertung drin ist.

Fazit: Nicht so stark wie das exzellente Vorgängerscheibchen hinken EMERALD auf 'Restless Souls' zumindest ein kleines Eckchen hinter dem brillianten Vorgänger zurück. Dennoch lässt sich den Schweizern auch für dieses Album durchaus ein gewissenhaftes „Gut“ attestieren, womit immerhin fette 8 von 10 Punkten auf der sicheren Habenseite zu verbuchen sind. 8/10

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