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SHERLOCK HOLMES BAKER STREET - 14 - Fahrt in den Nebel

VÖ: 02.10.26

Homepage:
SHERLOCK HOLMES BAKER STREET

Klappentext:

Dezember 1881, ein Zug der London, Tilbury & Southend Railway unterwegs nach London. Im Abteil: Sherlock Holmes und Dr. John H. Watson – und mit ihnen Richard Tennant, ein Mann von einnehmender Liebenswürdigkeit, samt seiner auffallend
stillen Gattin Cécile. Je tiefer die Fahrt ins trübe Marschland von Essex führt, desto klarer wird: Für einen der vier Reisenden soll die Fahrt in den Nebel tödlich enden…

Sprecher:

Sherlock Holmes - Torben Liebrecht
John H. Watson - Jonas Minthe
Richard Tennant - Patrick Bach
Cécile Tennant - Julia Casper
Zugführer - Michael Bideller
Lavinia Ashby - Traudel Sperber
Walter Ashby - Jürgen Holdorf
Bahnhofsaufseherin - Margot Rothweiler

Kritik:

Eine Zugfahrt aufs Land lässt Holmes und Watson unfreiwillig in ihr nächstes Abenteuer schlittern. Ein geschwätziger und selbstgefälliger Abteilpartner nebst sehr zurückhaltender Gattin übernimmt die ersten Minuten dieser Geschichte mit einem massiven Wortschwall. Perfekt besetzt mit Patrick Bach, der eine Paradebesetzung für diese Art der Rolle ist. Während Watson noch höflich auf die nicht enden wollenden Monologe einsteigt, hat sich Holmes längst gelangweilt in sich selbst zurückgezogen. Und gerade als man denkt: „Alter, nun ist es aber genug“, kommt auch schon Schwung in diese, Zugfahrt. Ein abgerissenes Kofferschild gibt der stillen Cécile Tennant nämlich die kurze Möglichkeit, um Hilfe zu flehen. Beabsichtigt ihr Mann, sie wirklich umzubringen? Die Handlung ab hier verläuft sehr clever und abwechslungsreich. Kodierte Unterhaltungen, unheimliche und ereignisreiche Stopps. Taxieren und abwägen. Mit gerade einmal 65 Spielminuten ist diese Folge im Vergleich zu sonstigen Folgen sogar auffällig kurz geraten. Aber in der Kürze liegt genau hier die Würze. Denn nach dem geschwätzigen Beginn hält man sich nicht mehr mit zu langen Dialogen auf, sondern man liefert knackige und schön inszenierte Szenen, die Kurzweil präsentieren. Eine unterhaltsame Folge. Erwähnenswert auch die Musik in dieser Geschichte, die wirklich toll zu den erdachten Stimmungen passt und dem Ganzen ein sehr stilvolles Zeit-Echo verleiht. Toll auch die Inszenierung dieser Fahrt: Der rumpelnde Waggon, das Knarzen von Holz und viel Platz für weitere perfekt erdachte Soundszenen machen definitiv Spaß. Dazu ein kraftvolles Mastering und ausnahmslos perfekt besetzte Sprecher runden das Hörvergnügen hier schlussendlich ab. Wieder muss ich anerkennend sagen, die Dialoge und die Inhalte haben echten Schneid und Schliff. Klug und wortgewandt schafft es Dennis Ehrhardt, ein todschickes Skript aus dem Ärmel zu schütteln, das sich in seiner Qualität von sonstigen Geschichten um den Meisterdetektiv deutlich abhebt. 9,5 von 10 Punkten für ein kurzweiliges und perfekt umgesetztes Holmes-Hörspiel.

 

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