MIDNIGHT TALES - 114 - Die goldene Tafel

VÖ: 06.02.26
(Contendo Media)
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CONTENDO MEDIA
Klappentext:
Als ein alter Reporter im Kairo der 1930er Jahre einer rätselhaften Frau begegnet, wird er in ein Netz aus Vergangenheit, Legenden und verborgenen Mächten gezogen. Je näher er der Wahrheit kommt, desto klarer wird: Manche Geheimnisse fordern einen hohen Preis.
Sprecher:
James Forester - Wolfgang Pampel
Sheikha Tameh - Uschi Hugo
Scheich Faruq - Peter Lontzek
Horace Armstrong - Lutz Reichert
James Forester als junger Mann - Felix Strüven
Achmed - Matthias Keller
Diener – Christa Krings und Ozan Ünal
sowie - Thomas Plum, Christoph Piasecki, Christa Krings, Ozan Ünal, Kim Jens Witzenleiter, Florian Michael Kröger, Helmut Sanders
Ansager - Matthias Keller
Host - Peter Flechtner
Credits - Christian Büscher
Kritik:
Der einzige Streitpunkt dieser Folge dürfte einzig darin liegen, welches Genre einem denn hier gut eine Stunde Zeit versüßt. Weder passt man hier nämlich in die Midnight Tales, noch wirklich in die Horror Tales. Eigentlich hört man hier eine Folge, die ausschließlich bei der Konkurrenz, unter dem Banner des Gruselkabinetts aufgehoben wäre. Denn so klingt „Die goldene Tafel“ von der ersten bis zur exakt letzten Sekunde. Eine mehr als seichte, hintergründige und sanfte Gruselgeschichte, der man immer wieder stark familiäre Nuancen und das Gefühl, so etwas bereits zu kennen, anhängt. Klingt wie ein Makel? Ist es aber eigentlich nicht. Denn die Story ist unterhaltsam. Nicht unbedingt fesselnd, aber schick verpackt und unterhaltsam. Die Sprecher der Alten Garde, die man lange schon nicht mehr hören dürfte (unter anderem Dorette Huge oder Wolfgang Pampel), erfreuen das Hörspielherz. Stil- und stimmungsvoll ist die Umsetzung gelungen. Hier ist manches Mal weniger mehr, die Musikstücke sind extrem passend und die wirklich wenigen Sprecher fesseln den Hörer.
Fazit: Manchmal ist weniger einfach mehr. Lässt man sich auf den Sidestep Richtung Gruselkabinett erst einmal ein, erwartet den Hörer hier keine plumpe Kopie, sondern eine sehr eigenständige, seichte Story mit einem schönen Storyfluss. Von mir bleiben am Ende 8 von 10 Punkten kleben. Also auf nach Ägypten in das Land der Pharaonen.

