HAERDSMAELTA - neues Video "Artificial Ignorance"
Seit mehr als einem Jahrzehnt nimmt die Band HAERDSMAELTA einen ganz eigenen Platz in der schwedischen Underground-Szene der härteren Gangart ein.
Durch die Verbindung von Hardcore-Aggression, Industrial-Noise, Punk-Rotzigkeit und rabenschwarzem Humor hat sich die Formation – dank ihrer absoluten Unberechenbarkeit und ihres kompromisslosen Hangs zum kreativen Chaos – eine treue Kult-Anhängerschaft erspielt.
Bitte teilt das brandneue HAERDSMAELTA Video:
20.08. HAERDSMAELTA - "Artificial Ignorance"
https://www.youtube.com/watch?v=2-B17AZKdlE
Album:
23.10. HAERDSMAELTA - "Haerdrock" (ICEA/Rough Trade)
HAERDSMAELTA - "Enjoy The Feast"
https://www.youtube.com/watch?v=Q5flGpIJ2qY
Die schwedische Underground-Band HAERDSMAELTA kehrt mit der neuen Single "Artificial Ignorance“ zurück, die am 21. August über Icons Creating Evil Art erscheint. Der neueste Song aus dem kommenden Album "HAERDROCK" widmet sich Themen wie Selbstbezogenheit, destruktivem Individualismus und einer Gesellschaft, die sich zunehmend damit abfindet, Ignoranz zu wählen – all das präsentiert mit einer überraschend nonchalanten Rock'n'Roll-Attitüde.
Während die vorangegangene Single "Enjoy The Feast“ eine Gesellschaft beleuchtete, die fröhlich konsumiert, während um sie herum alles in Flammen steht, fragt "Artificial Ignorance“: Was passiert, wenn Ignoranz nicht mehr als etwas gilt, das es zu überwinden gilt, sondern als etwas, das man sich zu eigen macht? Oder, wie HAERDSMAELTA es ausdrücken:
"Der Song ‚Artificial Ignorance‘ entsprang den Sümpfen im Wald des verfehlten Individualismus. Einem dunklen Ort, an dem Menschen in Selbstbezogenheit versinken. Das Lied rückt die Verwandlung von Ignoranz in einen bösen Eigenwert in den Fokus. Kurz gesagt: Wir sind alle Arschlöcher und kümmern uns nur um unser eigenes Ego und unsere destruktiven Begierden.“
Es ist eine angemessen düstere Diagnose, doch HAERDSMAELTA waren noch nie daran interessiert, ihre Gesellschaftskritik als belehrende Vorlesung zu verpacken. Stattdessen nähert sich "Artificial Ignorance“ dem Untergang der Zivilisation mit einer fast schon verdächtigen Leichtigkeit. Musikalisch beschreibt die Band den Track als "entspannte Fahrt in den Abgrund“ und – mit typischer Selbstironie – als "im Grunde einen nonchalanten AC/DC-Abklatsch“. Doch das erklärt nur, wo die Reise beginnt.
Das selbstbewusste Rock-Fundament öffnet sich allmählich für etwas weitaus Skurrileres, als epische Kirchenchöre und progressiver Art-Rock ins Spiel kommen. Was als täuschend simpler Rocksong beginnt, verzerrt sich zunehmend, bis verschiedene musikalische Welten in einer manischen Predigt aufeinanderprallen. Im Zentrum steht eine einfache, aber unbehagliche Idee: Während Technologie immer intelligenter wird, scheinen Menschen durchaus in der Lage zu sein, sich in die entgegengesetzte Richtung zu bewegen.
"Der Schmutz des Songs verdichtet sich zu einer manischen Roboter-Predigt darüber, wie wir uns von allem Wichtigen gelöst haben und uns in eine falsche, kalte Lebensweise haben locken lassen: WIR SIND ALLE MASCHINEN, DIE AUS TRÄUMEN LERNEN.“
Genau dieses Aufeinandertreffen von Absurdität und echtem Unbehagen bildet das Herzstück von "HAERDROCK".
Anstatt sich sauber in eine bestimmte Schublade der Heavy-Musik einordnen zu lassen, bedienen sich HAERDSMAELTA bei Metal, Hardcore und Post-Punk – und lassen dabei Noise, Progressive Rock, Punk sowie alles andere, was dem Song dienlich ist, in diesen Mix einfließen. Das Ergebnis ist Heavy-Musik mit einem unverkennbar schiefen Grinsen: aggressiv, wenn es sein muss; unerwartet eingängig, wenn es das eigentlich nicht sein sollte; und oft witzig – zumindest so lange, bis man begreift, worum es bei dem Witz eigentlich geht.
HAERDSMAELTA wurden 2015 in Schweden gegründet und haben sich über mehr als ein Jahrzehnt hinweg ihren ganz eigenen, kompromisslosen Platz im skandinavischen Underground erarbeitet. Mit "HAERDROCK“ bündelt die Band diese Geschichte in ihrem bislang fokussiertesten Statement: Sie setzt sich mit Gier, Entfremdung, Ego, technologischer Distanz und gesellschaftlichem Verfall auseinander, ohne dabei die unbändige Energie aufzugeben, die ihren Kern ausmacht.
"Artificial Ignorance“ bringt diese Philosophie besonders gut auf den Punkt. Hinter der selbstbewussten Attitüde und dem bewussten Übermaß verbirgt sich ein Song über eine Kultur, die zunehmend den Bezug zu den wirklich wichtigen Dingen verliert, sich aber gleichzeitig einredet, dass alles bestens läuft.
Die Maschinen lernen womöglich dazu.
HAERDSMAELTA sind sich nicht ganz so sicher, ob wir das auch tun.
"Artificial Ignorance“ von HAERDSMAELTA erscheint am 21. August über Icons Creating Evil Art.
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Quelle: cmm-consulting for music and media

